Zweiter bayerischer Abend beim Uthleder Heimatverein
Dirndlkleider und Lederhosen dominierten beim zweiten bayerischen Abend des Heimatvereins Uthlede am 27. September und ließen im Heimathaus schnell Oktoberfeststimmung aufkommen. Ein deftiges Büffet mit Schweinebraten, Minihaxen, Würstchen und Leberkäse sowie Kartoffelpüree und Sauerkraut bildeten den Auftakt und schafften die Grundlage für einen durchfeierten Abend. Vorsitzender Jürgen Glade freute sich, dass fast alle Gäste in Tracht gekommen waren. Einige hatten sich dafür extra ein Dirndlkleid oder eine Lederhose gekauft. Die meisten hatten aber noch ein passendes Outfit vom letzten Bayernfest im Schrank hängen und freuten sich, es wieder einmal präsentieren zu können. Für Oktoberfeststimmung sorgte auch gleich die „Oste Combo“ mit ihrer Livemusik. Als die Bläser mit ihren Instrumenten von der Bühne auf die Tanzfläche gingen und das „Trompetenecho“ anstimmten, wurden sie gleich von den Tanzpaaren umringt. Volksmusikhits wechselten sich mit aktuellen Schlagern ab und sorgten für eine volle Tanzfläche. „Aber den Marschwalzer müsst ihr auch noch spielen“, war von einigen Gästen zu hören, die dieses beliebte Spiel aus ihrer Jugend noch kannten. Schnell hatten auch die jüngeren Besucher erkannt, dass dabei die Herren in einem äußeren Kreis und die Damen innen gegenläufig marschieren müssen wie bei einer Polonaise, solange die Kapelle einen Marsch spielt. Wenn die Musiker dann plötzlich in den Dreivierteltakt wechseln, sucht sich jeder Herr eine Dame und tanzt mit ihr Walzer, bis es mit einem Marsch weitergeht. Nach dem letzten Walzer führen dann die Herren ihre auserwählten Damen an die Theke. Dort gibt es original bayerisches Bier und auch andere alpenländische Spezialitäten. „Der Marschwalzer durfte früher auf keiner Veranstaltung fehlen, weil man dabei richtig durcheinanderkam“, erklärten die älteren Gäste den jüngeren. Das Thekenteam des Heimatvereins war gut eingespielt und lief fast so mit den Biergläsern durch das Heimathaus wie die Kollegen in München auf der Wiesn. Um Mitternacht spielte die Kapelle die letzten Tänze und kam um einige Zugaben als „Rausschmeißer“ nicht herum. Vor dem Heimweg bedankten sich viele Gäste beim Team des Heimatvereins, dem es auch in der zweiten Auflage wieder gelungen war, ein zünftiges Bayernfest in der norddeutschen Tiefebene auf die Beine zu stellen. Otto Baur