Zentrale Volkstrauertagsveranstaltung in Uthlede
Zum Volkstrauertag wurden den Ehrenmälern auf den Friedhöfen im Cuxland bei Gedenkveranstaltungen zahlreiche Kränze niedergelegt. Die zentrale Veranstaltung für den ganzen Landkreis fand in diesem Jahr in Uthlede statt und begann in der Sankt-Nicolai-Kirche mit einem Bittgottesdienst für den Frieden, der von Superintendent Albrecht Preisler und Pastor Clemens Bloedhorn gehalten wurde. Mitgestaltet hatten den Gottesdienst die Konfirmanden und die Schüler der Hermann-Allmers-Schule in Hagen unter Leitung ihrer Lehrerin Birte Behrens sowie Thomas Rogalla an der Orgel. In einer Friedenswoche hatten sich die jungen Leute bereits der Zeit vor dem Volkstrauertag intensiv mit dem Thema Frieden beschäftigt. Frieden erhöhe die Gerechtigkeit auf der Welt und auch im eigenen Land, sagte Superintendent Preisler in seiner Predigt. Dafür müsse man etwas tun, auch wenn die Möglichkeit bestehe, einmal zu scheitern. Man denke am Volkstrauertag an die Opfer vergangener Kriege, müsse aber auch die derzeitigen auf der ganzen Welt im Auge haben. „Wir müssen Verantwortung übernehmen für die Gegenwart und für die Zukunft“, sagte Gemeindebürgermeister Andreas Wittenberg. Er zeigt sich erfreut, dass auch die junge Generation von Konfirmanden und Schülern an dieser Veranstaltung mitgewirkt hatte. „Frieden beginnt im Kleinen, in unseren Familien, Schulen und Gemeinden“, so der Bürgermeister. Ein eindrucksvolles Zeichen dafür sei in diesem Jahr der Gedenkmarsch vom Bunker Valentin in Bremen-Farge zum Lager Sandbostel gewesen, der auch durch Uthlede und andere Orte des Landkreises Cuxhaven geführt habe. Landrat Thorsten Krüger, gleichzeitig Kreisvorsitzender des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge, wertete den guten Besuch in der voll besetzten Kirche als eine Bereitschaft zu gedenken. „Krieg bedeutet immer Leid und Tod, und jedes Soldatengrab ist eins zu viel“, so Krüger. Nach dem Bittgottesdienst gingen die Besucher gemeinsam zur Gedenkfeier auf dem Friedhof, der am Ortsrand liegt. Dort legten am Ehrenmal die Vertreter der Bundeswehr, des Landkreises Cuxhaven und der örtlichen Vereine Kränze nieder. In seiner Ansprache führte Oberstleutnant Christian Zeug, Chef der achten Inspektion des Logistikschule in Garlstedt als Patenkompanie der ehemaligen Gemeinde Wulsbüttel, anhand von Zahlen die Toten vergangener Kriege vor Augen. „Wir können nicht sagen, es geht uns nichts an“, so der Offizier. Der Wulsbütteler Ortsbürgermeister Hannes Mahlstedt verlas das Totengedenken des Bundespräsidenten. Mit dem Lied vom guten Kameraden und der Nationalhymne, gespielt vom Posaunenchor Uthlede unter Leitung von Oliver Findeisen, klang die Gedenkfeier aus. Anschließend gab es für alle Teilnehmer einen Imbiss im Heimathaus. Otto Baur