Theaterprojektwoche an Uthleder Grundschule

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„Ein Dorf. Mein Dorf!“, so hieß das Motto einer Projektwoche die die Grundschule Uthlede gemeinsam mit dem Theaterwerk Albstedt durchführte. Eine ganze Woche beschäftigten sich die 150 Schüler unter der Anleitung von ihren Lehrern und sieben Theaterpädagogen mit dem Dorf, in dem sie zur Schule gehen und zum Teil auch wohnen. Sie machten sich den Ort aus neuen Blickwinkeln vertraut und studierten die Dorfgeschichte in der Chronik. Die Geschichte, das aktuelle Dorfleben und der Blick in die Zukunft mit eigenen Wünschen waren die Themen, die die Kinder mit Kunst, Musik und Tanz in Theaterszenen umsetzten. Herausgekommen war ein Stationentheater, bei dem die Akteure ihre Szenen an verschiedenen Spielstätten im Dorf aufführten. Start war in der Kirche, wo sich die Reiseführer sich vorstellten, die das Publikum durch das Dorf führten. In der Turnhalle hatte Tanzlehrerin Anke Middelberg mit ihrer Gruppe tanzend die Feste im Jahreslauf mit alten und modernen Rhythmen einstudiert. Der Tanz um den Maibaum stellte die alten Bräuche dar, während im Hintergrund die jetzt noch flachen Gebäude in die Höhe wuchsen und in einigen Jahrzehnten auch Hochhäuser sein könnten. Die Geschichte der Windmühle mit ihrem Uhrwerk als Antrieb hatten sich die Geister im Heimathaus vorgenommen. „Was heute heute ist, wird morgen gestern sein, prägt Euch das ein“, mahnten sie, das Alte in Ehren zu halten. Die Texte haben sie sich alle selbst ausgedacht, sagte Kathrin Busch, die diese Station betreute. Das Vereinsleben stellte Arndt Heuwinkel mit seinen Feuerwehrleuten von der ersten bis zur vierten Klasse im Gerätehaus dar. „Schwierig ist es, den traurigen Brandeinsatz mit der sonst fröhlichen Arbeit der Feuerwehr zu verknüpfen und das den Kindern schauspielerisch zu vermitteln“, so Heuwinkel. Mit Kian Pourian als Stationsvorsteher fuhr ein Zug aus Kindern im Seniorenhof Allan durch die Stationen des Lebens von der Einschulung über die Hochzeit und tägliche Arbeit bis zum Ruhestand. „Das hat uns viel Spaß gemacht“, sagte auch im Namen ihrer Mitschüler Paula Johanna Seekamp aus der vierten Klasse. Mit viel Gesang und Musik spielte die letzte Gruppe Bellmers Laden am Originalschauplatz nach. „Ich habe Spaß an Musik, deshalb habe ich hier mitgemacht“, sagt der Drittklässler Bennet Schnibbe aus Wulsbüttel. „Wir hatten auch einige Experten dabei, die den 2011 geschlossenen Laden noch genau kannten“, freute sich Betreuerin Eva Danner. In sieben Gruppen wanderte das Publikum von einer Station zur anderen und sparte nicht mit Applaus. „Toll, wie die Kinder unsere Dorfgeschichte rübergebracht haben“, schwärmt Gudrun Brockmann, die in Uthlede auch selbst beim plattdeutschen Theater auf der Bühne steht. Bereits vor einem Jahr hatte Lehrerin Alexandra Preißing den Kontakt zum Theaterwerk hergestellt. „Für uns alle war es eine besondere Erfahrung ein ganzes Dorf gleichzeitig an verschiedenen Stellen zu bespielen“, freute sich die Leiterin des Theaterwerks, Corinna Schmelter-Pourian über das gelungene Projekt, das finanziell vom Förderverein der Grundschule, dem Landschaftsverband Stade und der Klosterkammer Hannover unterstützt worden war.