Ortsratssitzung Uthlede – „Repowering“ als großes Thema
„Repowering“ war das große Thema bei der jüngsten Sitzung des Uthleder Ortsrats im Heimathaus. Dabei geht es um den Ersatz der 14 Anlagen des Windparks „Uthlede I“ durch drei neue größere. Charlotte Slachciak vom Planungsbüro Instara stellte das Projekt vor. Die jetzigen 14 Windräder aus dem Jahr 1998 mit Nabenhöhen von 50 Metern bringen insgesamt eine Jahresleistung von 11.600.000 Kilowattstunden. Die drei geplanten neuen sollen Nabenhöhen von etwa 170 Metern haben und eine Jahresgesamtleistung von 20.000.000 kWh bringen. Mit ihren Rotoren kommen die neuen Anlagen auf eine Gesamthöhe von etwa 250 Metern. Das warf bei den Zuhörern auf der sehr gut besuchten Versammlung einige Fragen wegen Schlagschatten und Geräuschimmissionen auf. Hans-Heinrich Albertsen von der Firma Windstream, die bereits 1998 den Windpark „Uthlede I“ realisiert hatte, beantwortete die Fragen der Uthleder Einwohner. Die eine Anlage entsteht zwischen dem Schultenkampsweg und dem Watersberg, die zweite in der Nähe des ehemaligen Schweinestalls an der Friedhofstraße und die dritte nördlich des Lehnstedter Damms. Damit halten die Windräder die vorgeschriebenen Abstände zu den Wohnhäusern ein. Für das Repowering beschloss der Ortsrat eine Änderung des entsprechenden Bebauungsplans, der für die Windräder eine maximale Nabenhöhe von 50 Metern vorsah. Diese ist jetzt nicht mehr begrenzt. Nicht gefolgt sind die Ratsmitglieder einer Beschlussvorlage zu einer Änderung des Flächennutzungsplans. Da die neuen Anlagen weniger Grundstücksflächen benötigen, war vorgesehen, die übrigen Flächen des Windparks I vom Status „Sondergebiet Wind“ auf „Landwirtschaftliche Fläche“ umzuwidmen. Dort steht aber noch ein Teil der jetzigen Anlagen, die noch bis 2027 eine Betriebsgenehmigung und danach eine Möglichkeit auf Verlängerung haben. Hier hatte man Bedenken, dass die Betreiber durch die Umwidmung der Flächen ihren Status verlieren würden. Zum Stand des Kindergartenbaus teilte Ortsbürgermeister Marco Vehrenkamp (SPD) mit, dass der Bauantrag bei Landkreis liege und dass man mit einem Baubeginn der der zweiten Jahreshälfte rechne. Für die Erdarbeiten und das Fundament wolle man einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn beantragen. Der Kindergarten wird benötigt, weil der Hort von der Grundschule in das bisherige Kindergartengebäude umziehen will. Die Räume in der Schule werden schon jetzt für den Umbau zur verlässlichen Grundschule benötigt. Kirchenvorsteherin Jutta Steenblock teilte mit, dass eine Schulklasse jetzt schon im Gemeindehaus der Kirche untergebracht sei. Vielfach war von den Einwohnern eine Beleuchtung des „Schulpatts“, der Verbindung von der Achterstraße zu Uthledes Neuer Straße, mit zwei oder drei Solarlampen gewünscht worden. Die Kostenschätzungen lagen hier bei 2000 Euro pro Lampe. Hier soll noch nach günstigeren Alternativen gesucht werden. Otto Baur