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NABU und Männergesangverein – zwanzig Jahre gemeinsame Biotoppflege

Männergesangsverein


Einmal im Jahr vertauschen die Sangesbrüder des Männergesangvereins Uthlede Stimmgabel und Notenblatt mit Säge und Astschere. Dann rücken sie gemeinsam mit den Mitgliedern des NABU zur Biotoppflege in die alte Sandkuhle an der Wersabeer Helmer aus, und das schon seit zwanzig Jahren. Nach dem Ende des Sandabbaus hatte sich Mitte der 1980er Jahre zunächst der Heimatverein der Sache angenommen. Diese Aktivitäten waren aber bald wieder eingeschlafen. Gemeinsam mit den Naturschützern erarbeiteten die Sänger ein Konzept, wie man den seltenen Pflanzenarten wie dem Sonnentau, dem Sumpfbärlapp und der Glockenheide einen geeigneten Lebensraum erhalten kann. „Entkusselung“ heißt der Fachausdruck. Hierbei werden die Bäume und anderer Bewuchs in der Fläche kurz gehalten, die den seltenen Pflanzen Licht und Platz wegnehmen würden. So hat sich in den zwanzig Jahren einiges getan. „In der großen Fläche steht die Glockenheide sehr gut“, stellt Heike Wierhake-Kattner vom NABU fest, „nur in dem Teil an der Wersabeer Helmer müssen wir uns wohl gemeinsam mit der Naturschutzbehörde noch etwas überlegen“. In den Vorjahren war auch noch mehr Wollgras da, aber das könne auch an dem trockenen Sommer im letzten Jahr liegen. „Wenn wir nichts gemacht hätten, wäre hier jetzt ein Birken-Kiefern-Mischwald mit einigen Eichen dazwischen, der auch in einer Form schützenswert wäre, aber die Pflanzen der roten Liste wie die Glockenheide, der Sumpfbärlapp und der Sonnentau wären hier bestimmt nicht mehr anzutreffen“, so Wierhake-Kattner. MGV-Vorsitzender Heinz Blendermann freut sich jedes Jahr wieder wenn seine Sangesbrüder wieder mit Begeisterung dabei sind. „In unserem Bereich dürfte dieses das Projekt sein, was am längsten läuft“, stellt Wierhake-Kattner fest. Aber der Termin am letzten Januarwochenende stehe ja auch schon seit zwanzig Jahren fest. Da bedürfe es nur eines kurzen Anrufs im November bei Heinz Blendermann, um die Details abzustimmen, freut sich die Naturschützerin über die Begeisterung. Den Ausklang der Aktion bildete auch im 20. Jahr wieder ein Imbiss in freier Natur. Otto Baur