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Kein Bürgermarkt in Uthlede

Dorfleben


Aus einem Bürgermarkt ähnlich wie dem in Hagen wird im ehemaligen Volksbank-Gebäude in Uthlede nichts werden. Das teilte Ortsbürgermeister Marco Vehrenkamp mit. Dabei hatte alles ganz vielversprechend ausgesehen. Ende letzten Jahres hatte die Volksbank-Geschäftsstelle in Uthlede dicht gemacht. Es kam die Idee auf, hier einen Bürgermarkt nach dem Hagener Vorbild einzurichten. Der Betreiber Andreas Klimek, der sein Konzept bereits in weiteren Bürgermärkten erfolgreich verbreitete, stellte etwa dreißig interessierten Uthledern sein Geschäftsmodell auf einer Bürgerversammlung vor. Hier werden im Bürgermarkt Regale an Leute vermietet, die dort ihre Sachen zum Verkauf anbieten können. Die Betreiber leben also nicht vom Verkauf, sondern von der Vermietung der Regale. Bei monatlichen Betriebskosten von etwa 1000 Euro und einer Regalmiete von 15 Euro pro Woche müsste man etwa 15 Regale vermieten, um die Kosten wieder herein zu bekommen, rechnete Klimek damals vor. „Die Finanzierung hätten wir wohl hingekriegt“, sagte der Bankkaufmann Vehrenkamp, „denn es hatte auch noch ein Friseur Interesse gezeigt, hier seine Dienste anzubieten“. Auch interessierte Helfer für den Betrieb hatte man fast genug, denn sie sahen den Bürgermarkt nicht als Kaufhaus sondern als einen „Marktplatz“ an, an dem man sich trifft und auch Neuigkeiten austauscht, wie früher im Kaufhaus Bellmer, das vor acht Jahren schloss. Geplant waren etwa zehn Öffnungszeiten von je drei Stunden pro Woche. „Dafür hatten wir auch schon genug Helfer, die die Schichten übernehmen wollten, und auch für die Renovierung standen Leute zur Verfügung“, sagt Vehrenkamp, „nur für den Betrieb muss einer den Hut auf haben“. Hier war vorgesehen, einen Verein zu gründen oder in einem bestehenden Ortsverein eine Abteilung „Bürgermarkt“ zu schaffen. Dabei gab es ein Auf und Ab. Interessierte für den zweiten Vorsitz und den Schriftführerposten fanden sich sofort, nur der Posten des ersten Vorsitzenden und des Kassenwarts wären vakant gewesen. Dann habe sich jemand bereit erklärt, den Vorsitz zu übernehmen, seine Kandidatur dann aber wegen beruflicher Überlastung doch kurzfristig zurückgezogen, so der Ortsbürgermeister. Zwei weitere Interessenten waren bereit, als Doppelspitze anzutreten, hätten dann schließlich aber auch abgesagt. „Andreas Klimek und ich wären auch bereit gewesen, als Beisitzer mitzuwirken, aber aus dem Vorstand wollten wir Ratsmitglieder und heraushalten“, so der Ortsbürgermeister. Nach reiflicher Überlegung sei man zu dem Schluss gekommen, dass das Konzept in Uthlede nicht umzusetzen sei, unter anderem auch, weil der Einzugsbereich zu klein sei, so Vehrenkamp. „Schade, dass es nach mehreren Versammlungen und einer längeren Bedenkzeit als geplant nicht geklappt hat, aber es war wichtig, dass wir es versucht haben“, stellt Vehrenkamp abschließend fest. „Wir haben den Ausgang erst einmal abgewartet und werden uns jetzt anderweitig um eine Vermietung bemühen“, sagte Gerd Brummerloh, der stellvertretende Geschäftsführer der Raiffeisen-Warengenossenschaft Schwanewede, der die Immobilie gehört. Otto Baur