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Bürgermarkt in Uthlede?

Dorfleben


Ein Bericht von ANDREAS PALME



Ein Bürgermarkt soll Uthledes Ortsmitte beleben. Nach der Schließung der Volksbankfiliale vor einigen Wochen könnte ein Bürgermarkt neue Gemeinschaftsimpulse für Uthlede bringen. „Ich sehe damit gute Entwicklungschancen für den Ort“ betont der Bürgermeister Marco Vehrenkamp während der jüngsten Ortsratssitzung. Jetzt gehe es darum, Vereine oder Gruppen als Betreiber des Marktes zu finden. Bis Ostern möchte Vehrenkamp mit alle Interessierten Gespräche führen, um dann das Projekt zu starten oder zu den Akten zu legen. Damit sind alle Uthleder, die sich einen Bürgermarkt in der ehemaligen Volksbank vorstellen können aufgerufen, sich beim Bürgermeister zu melden. 12 Zuhörer und eine Zuhörerin verfolgten die Ratssitzung, deren Schwerpunkt die Vorstellung des Bürgermarkt-Konzeptes war. Anhand einer Präsentation stellte der Hagener Andreas Klimek das Konzept eines Bürgermarktes vor. Klimek lebt seit 2002 in Hagen, eröffnete dann 2009 den ersten Bürgermarkt am Amtsdamm und leitet seit 2016 das von der Europäischen Union geförderte Projekt. „Wir expandieren mit unserer Idee derzeit in Midlum und Hemmoor“ berichtet der Ideengeber. Der Bürgermarkt ist ein Marktplatz der Möglichkeiten“  erklärte Klimek und beschrieb das Konzept, mit dem auch in Uthlede ein nachhaltiger, sozialer Treffpunkt für jedermann geschaffen werden kann. In dem leer stehenden Bankgebäude können Regale errichtet werden, die von Uthledern zum Verkauf ihrer Waren gemietet werden können. Ähnlich wie in Hagen geben die Verkäufer die Preise vor, ehrenamtliche Betreuer kassieren die Kunden ab und geben die Einnahmen an den Verkäufer weiter. „Durch den Verkauf von „Second Hand“- Waren stärken wir den nachhaltigen Konsum“ beteuert Klimek vor dem Hintergrund knapper Ressourcen. Darüber hinaus eröffnet ein „Freifunk-W-Lan“ kostenlose Internetnutzung, mit dem „Bürgeroffice“ kann Bürofläche gemietet werden und ein ehrenamtlicher „Formular-Fuchs“ kann beim Umgang mit Behördenpost beraten. „Ich möchte Impulse für Uthlede geben“ betonte Klimek und ergänzt, „ dass etwa 15 Uthleder als Verkäufer für einen Betrieb des Bürgermarktes ausreichen“.  Als Verkäufer sind Privatpersonen, Vereine, Gewerbetreibende und Hobbykünstler angesprochen. Zur Gestaltung des Dorftreffpunktes könnte ein Mobilitätspunkt des ÖPNV, ein Computer mit Drucker auch für die Nutzung zum Online-Banking sowie ein Bürgercafe‘ mit Tageszeitung und Heißgetränken mit etwa 12 Sitzplätzen beitragen. Dazu wird noch ein innovativer Bäcker als Betreiber gesucht. Es hängt also noch von verschiedenen Faktoren ab, ob und Wann ein Bürgermarkt in die ehemalige Volksbankfiliale einziehen kann. Abschließend meldete sich Gerd Brummerloh zu Wort. Als Vertreter der Gebäude-Eigentümerin, der RWG Schwanewede e.G., erklärte Brummerloh, „das eine zukünftige Nutzung von den Entscheidungen des RWG Aufsichtsrates abhängen“. Hier ist über eine weitere Eigennutzung des Bürotraktes durch die RWG, einen Verkauf  oder eine Vermietung an einen Bürgermarkt offenbar noch nicht  entschieden worden. Die Zuhörer folgten der Versammlung interessiert, aber ohne emotionale Äußerungen. Fragen kamen hier zur fehlenden Laufkundschaft und der damit einhergehenden Rentabilitätsfrage. Man darf gespannt sein, ob sich in Uthlede ausreichend viele Einwohner für dieses Gemeinschaftsprojekt begeistern lassen.    



 



Bei Interesse / Rückfragen etc. kann sich gerne an jedes Ortsratmitglied gewendet werden!



Karen Lingner-Bahr, Tobias Maack, Martin Reiners, Conny Trowitzsch oder Marco Vehrenkamp