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Erntefest Uthlede 2016

Dorfleben


Den letzten und gleichzeitig längsten Ernteumzug der Saison in der Gemeinde Hagen bestaunten zahlreiche Zuschauer am zweiten Oktobersonntag in Uthlede. 37 Festwagen aus dem Südkreis Cuxhaven, aber auch aus dem benachbarten Landkreis Osterholz hatten sich in der Achterstraße aufgestellt, um sich von der Jury begutachten zu lassen. Auf vielen Wagen mit großen Lautsprecheranlagen wurde Party gemacht, wie auch bei vielen Einwohnern in ihren Vorgärten. Auf dem Wagen des Spielmannszugs Loxstedt und des Posaunenchors Uthlede, die den Umzug musikalisch umrahmten, wurde die Musik noch mit der Hand gemacht. Traditionelle Themen machten auch das Rennen bei den Wagendekorationen. So stufte die Jury den Wagen der Landfrauen Wersabe mit Korn- und Blumenschmuck, die Milchproduktion von 1950 aus Brundorf und den riesigen Bienenkorb aus Driftsethe in die Kategorie der drei besten Wagen ein. Mit einer dicken Zigarre saß der Brundorfer Fahrer auf einem alten Lanz-Bulldog und zog auf zwei Wagen die Besatzung und eine historische Melkausrüstung hinter sich her. Alte Trecker wie Eicher, Fendt-Dieselross, Holder und Hanomag waren vor vielen Festwagen zu sehen. Darunter waren auch alte Ackerwagen, wie die Kornernte zum 1910. Ein halbes Jahrhundert später, in den 1960ern, lebte eine marschierende Gruppe, die als gut gelaunte Hippies einen interessanten Farbakzent im Umzug setzte, ebenso wie die Gruppe der „Raupe Nimmersatt“. Der Schützenverein und der Angelsportverein waren auch mit Wagen vertreten, der Turn- und Sportverein marschierte, und die Feuerwehrleute übernahmen die Verkehrssicherung. „Sturm ist erst, wenn die Schafe keine Locken mehr haben“, verkündete eine Gruppe von Eltern an ihrem Wagen, die hauptsächlich teilnahmen, um ihren Kindern die Tradition des Erntefestes zu vermitteln. Von allen Wagen flogen Süßigkeiten in die Menge wie beim Kölner Karneval. Die Kinder an den Straßenrändern sammelten die Bonbons fleißig ein, und die Erwachsenen bekamen auch schon mal einen Schnaps von den Wagen herunter gereicht. Der Umzug endete auf der Weide hinter der Gastwirtschaft Würger, wo Ortsbürgermeisterin Conny Trowitzsch die Festansprache hielt und die Preisträger bekannt gab. Mit dem Choral „Nun danket alle Gott“ beendete der Posaunenchor traditionell diesen offiziellen Teil. Auf dem Festplatz warteten die Schausteller mit Speisen, Getränken und Unterhaltung auf die zahlreichen Gäste. Regine Martens hatte gemeinsam mit den anderen Organisatoren eine Tombola zusammengestellt, deren Lose reißenden Absatz fanden. Durch den Erlös ist es erst möglich, das Erntefest in dieser Form aufrecht zu erhalten. Begonnen hatte das Fest bereits am Samstagabend mit der Ernteparty in der Gastwirtschaft Würger. Hier klang es auch am Sonntag mit Tanz auf dem Saal in den Abendstunden aus. Otto Baur