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11. Uthleder Ortsratsitzung

Dorfleben


 VON ANDREAS PALME



 



Die elfte Ortsratssitzung in Uthlede war geprägt von einer angeregten Diskussion über die Verkehrszeichen zur Gewichtsbeschränkung von Kraftfahrzeugen. Zahlreiche Anlieger wollten vom Ortsrat und der Verwaltung wissen, warum die Straße nach wie vor von schweren Fahrzeugen benutzt wird und weshalb auf Beschwerden bei der Verwaltung nicht reagiert wird. „Unser Haus hat schon kurz nach der Renovierung wieder Risse in den Räumen“ klagte ein Anwohner und stellte in diesem Zusammenhang den Sinn der geltenden Gewichtsbeschränkungen in Frage. An der Kreuzung Achterstraße/Moorstraße ist das Gewicht für Nutzung der Straße nach Aschwarden auf 3,5 Tonnen begrenzt, mit dem Zusatz „Anlieger frei“. Direkt darunter erlaubt das Schild Nr. 263 die Straßenbenutzung mit Fahrzeugen von 16 Tonnen Achslast. „Diese Achslastbeschränkung geht auf ein Gutachten zurück, das ein Fachmann nach der Überprüfung des Brückenbauwerks erstellt hat“ erklärt Hauptamtsleiterin Sabine Mosebach-Bock den Verwaltungsakt. Diese hohe Achslast aber sorgt für Irritationen und rief bei allen Anwesenden Kopfschütteln hervor, zumal in Deutschland nur Fahrzeuge mit einer Achslast von 12 Tonnen zulässig sind. Damit seien in Uthlede vier brandneue Verkehrszeichen aufgestellt worden, deren Achslast kein Fahrzeug erreicht. Schließlich bleibt die Frage offen, warum denn Geld für eine Brückensanierung in den Haushalt eingestellt wurde- die Arbeiten ausgeschrieben-, wenn das Brückenbauwerk 50 in Uthlede schon jetzt alle rechtlich möglichen Traglasten aushält. Damit, hieß es in der Versammlung, hat der Begriff „Schilda“ für viele Uthleder einen neuen Sinn bekommen. Neben dieser Debatte über den Schilderwald stand die Neufertigung des Widderkopfes auf den Wappen an den Ortseigängen auf der Tagesordnung. Dazu stellte Ortsbürgermeisterin Cornelia Trowitzsch ein Angebot vor, das ohne Diskussion einstimmig genehmigt wurde. In dem Bericht der Ortsbürgermeisterin standen auch Themen wie die Errichtung der Bücherzelle bei Findeisen, ein freier WLAN-Zugang am Heimathaus und die Seniorenfahrt in die Reiterstadt Verden auf der Agenda. Wortmeldungen der Ratsmitglieder gab es nach dem Sachstandbericht zur Turnhallensanierung. „Die Ausschreibungen für die Deckenarbeiten mit Lichtinstallation laufen bis zur 38. Kalenderwoche, die Arbeiten an den Wänden werden in der 42. KW vergeben, mit einem Baubeginn ist daher ab Oktober diesen Jahres zu rechnen“ hatte die Ortsbürgermeisterin mitgeteilt. Die Bodensanierung findet im kommenden Jahr statt. Für Ratsmitglied Frank Steeblock ist die Sporthallensanierung „ein Stück aus dem Tollhaus“, das an Sportlern und Bürgern vorbei geplant wurde. „Warum hat man sich nicht an die Absprachen gehalten?“ fragt Steenblock in Richtung Verwaltung und sieht einen massiven Eingriff in den Sportalltag Uthledes. Marco Vehrenkamp stieß ins gleiche Horn. „Was ist in den letzten Monaten passiert?“ fragt er und erinnerte an Ausschusssitzungen und Beschlüssen vom April. Nun sei es bald September und nun wird die benötigte Sporthalle ausgerechnet im Winter saniert sodass sie für eine regelmäßige Sportausübung nicht nutzbar ist. Sabine Mosebach-Bock konnte zu vielen Fragen keine Antworten geben. „Ich kannte die Fragen nicht und konnte mich also auch nicht vorbereiten“ erklärte die Vertreterin der Verwaltung, versprach aber, dem Rat schriftlich zu Antworten. In Zukunft wird sich der Ortsrat darüber hinaus mit einem Antrag zur Betriebserweiterung der Rischenhof KG beschäftigen müssen. „Hier sollten die Bürger frühzeitig mit einer Einwohnerversammlung beteiligt werden“ mahnt Frank Steeblock, der sich an lange Debatten wegen der Aktivitäten der Milchproduzenten aus der Vergangenheit erinnert. Abschließend warb die Ortsbürgermeisterin für die Teilnahme an der Fahrraddemo für einen Radweg zwischen Uthlede und Albstedt(Lübberstedt) in Wulsbüttel am Sonntag, 28. August. „Gerade für Schulkinder ist die K48 ein gefährliche Straße“ betont Trowitzsch mit Blick auf das hohe Verkehrsaufkommen auf der Autobahnumgehung.