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Unkrautbekämpfung mit kochendem Wasser

Dorfleben


„Kochendes Wasser statt Chemie“, mit dieser Methode rückt Carsten Dunker aus Uthlede dem Unkraut zu Leibe. „Dieses Verfahren habe ich schon vor fünf Jahren auf einer Fachmesse in Eisenach kennengelernt“, sagt Dunker, der mit seiner Frau Mary und seinem Sohn Christian die Firma Schögehof-Service betreibt. Seit Anfang April wendet er nun als Erster im Raum Bremen – Bremerhaven dieses Verfahren an, bei dem er das Unkraut mit 97 Grad heißem Wasser besprüht. Ein zusätzlicher Schaumteppich auf Kokos- und Maisbasis sorgt für eine Hitzeisolation und damit bessere Wirksamkeit. Eine Investition in Höhe eines guten Mittelklassewagens hat Dunker für das mobile Gerät mit Wassertanks, Durchlauferhitzer und einer leistungsstarken Wasserpumpe getätigt. „Dafür kommen wir ganz ohne Chemie aus“, sagt Dunker, „und das erscheint mir in einer Zeit wichtig, in der Negativschlagzeilen über das Pflanzenschutzmittel „Glyphosat“ in aller Munde sind“. Das heiße Wasser zerstört die Eiweißmoleküle in der Pflanze und wirkt tief bis zum Vegetationspunkt des Unkrauts. Mit einer Extra-Lanze lässt sich auch der Riesenbärklau, die so genannte Herkulesstaude, wirksam bekmäpfen. „Wir bespritzen aber auch das Kraut zwischen Büschen, denn die wurzeln tief und werden vom heißen Wasser nicht beschädigt“, ergänzt Mary Dunker. Außerdem werden auf der Oberfläche liegende Samen abgetötet. Carsten Dunker kommt noch einmal auf das Glyphosat zurück: „Das ist nur noch auf landwirtschaftlich genutzten Feldern erlaubt, aber nicht mehr auf gepflasterten Flächen und Wegen“. Davon haben besonders die Kommunen viel, die dort dem Unkraut mechanisch, also mit Gartenwerkzeugen, zu Leibe rücken müssen. Eine weitere Möglichkeit wäre das Abflammen. Dass müsste man aber sechs- bis achtmal im Jahr machen, während man bei der Heißwassermethode mit drei Anwendungen auskommen dürfte. Und wer vermutet, dass man durch den Schaumteppich wochenlang eine schmierige Fläche hat, der irrt. Der löst sich nach einigen Minuten wieder auf, und auch die ersten Pflanzen werden welk. Die volle Wirkung zeigt sich bei den meisten Pflanzen schon einen Tag später. Auch Grabsteine und Fassaden lassen sich damit von Moos befreien. Wegen der Chemiefreiheit ist das Verfahren von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen zertifiziert und für landwirtschaftliche Biobetriebe zugelassen. Neben der Landwirtschaft mit Lohnarbeiten ist das Familienunternehmen seit 2010 auch im Garten- und Landschaftsbau, der Friedhofspflege und anderen Dienstleistungen im Land-, Forst- und Gartenbereich tätig. Die drei Dunkers haben noch zwei Aushilfskräfte. „Wir würden aber gern noch einen Garten- und Landschaftsbauer einstellen“, sagt Carsten Dunker. Wer mehr über die chemiefreie Unkrautbeseitigung wissen möchte kann sich gern unter 0171/ 5511645 informieren. „Unsere Internetseite www.schögehof-service.de bringen wir gerade mit dem neuen Verfahren auf den aktuellen Stand“, sagt Christian Dunker, „damit sind wir in einigen Wochen präsent“. Otto Baur